A Fund for Contemporary Art

EXHIBITION

Heimo Zobernig

Austrian Pavilion

 

56th Venice Biennale, Venice

9th May – 22nd November, 2015

During the summer and autumn of 2015, the work of Heimo Zobernig is presented within the Austrian Pavilion at the 56th Venice Biennale. The exhibition is supported in part by Phileas.

 

Zobernig has used the Austrian Pavilion itself, which was built in 1934 based on plans by Josef Hoffmann and Robert Kramreiter, as the basis for his project. By lowering the ceiling, laying a new floor and opening the walls towards the rear garden, he levelled all existing height differences and erased of the modern characteristics of the building’s architecture. It is an intervention, both site-specific and yet at the same time an autonomous object, which can and will be shown later in a different context. Venice, therefore, is only the starting point for an art work that will travel further, commenting on its previous, current and future spaces and contexts.

 

Heimo Zobernig’s work is characterized not only by its high level of precision in both form and content, but also by its success in involving the viewer. With a diverse practice that ranges from drawing and painting through installation and sculpture to video and site-specific interventions of a practical nature, his artistic approach continuously revolves around the basic premise of art. Yet the playful invariably accompanies the critical when negotiating issues in painting and sculpture, or, in the case of the project in Venice, concrete architectural intervention and installation.

 

Zobernig exposes the mechanisms of art, addressing hierarchies and examining concepts both for their concrete and metaphorical meanings. Through his professorship at the Academy of Fine Arts in Vienna, where he has taught for the last fourteen years, Zobernig continues to influence subsequent generations. His exhibition history includes participations in major events such as La Biennale di Venezia (1988 & 2001), Documenta in Kassel (1992 & 1997), and Skulptur Projekte Münster (1997), in addition to major solo exhibitions in renowned institutions such as the Palacio de Velázquez/Museo Reina Sofía in Madrid (2012), Kunsthaus Graz (2013), Mudam Luxembourg, and the Kestnergesellschaft in Hannover (both 2014).

Von Frühsommer bis Spätherbst 2015 zeigt Heimo Zobernig seine Arbeit im Österreichischen Pavillon bei der 56. Biennale von Venedig. Die Ausstellung wurde unter anderem durch die Unterstützung von Phileas ermöglicht.

 

Zobernig nutzte den Österreichischen Pavillon, der 1934 anhand der Pläne von Josef Hoffmann und Robert Kramreiter erbaut wurde, selbst als Grundlage für sein Projekt. Durch das Abhängen der Decke, das Verlegen eines neuen, erhöhten Bodens und durch das Öffnen der Mauern hin zum Garten, glich er alle existierenden Höhenunterschiede aus und entfernte so auch die architektonisch modernistischen Charakteristika des Baus. Die künstlerische Intervention ist sowohl ortsspezifisch als auch als autonomes Objekt zu verstehen, welches später in anderen Kontexten gezeigt werden kann und wird. Venedig ist so nur der Ausgangspunkt eines Kunstwerks, das fortwährend reist und dabei auf seine vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Orte wie Kontexte referiert.

 

Heimo Zobernigs Arbeiten zeugen nicht nur von hoher Präzision in Form wie Inhalt, sondern involvieren zudem erfolgreich den Betrachter. Seine vielfältigen künstlerischen Tätigkeiten, die sich von Zeichnung und Malerei über Installation und Skulptur bis hin zu Video und ortspezifischen Eingriffen erstrecken, sind stets praxisbezogen und verhandeln kontinuierlich die der Kunst zugrundeliegenden Postulate. Dennoch bleibt das Spielerische ausnahmslos Begleiter des Kritischen, wenn Problemstellungen der Malerei, Skulptur oder, wie im Falle des Venedig-Projektes, konkrete architektonische Eingriffe und Installationen verhandelt und erarbeitet werden.

 

Zobernig exponiert die Mechanismen der Kunst in dem er Hierarchien adressiert und Konzepte sowohl auf ihre konkreten als auch auf ihre metaphorischen Bedeutungen hin untersucht. Als Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, wo er seit 14 Jahren unterrichtet, beeinflusst Zobernig kontinuierlich nachkommende Künstlergenerationen. Seine Ausstellungsgeschichte beinhaltet Teilnahmen an bedeutenden Veranstaltungen wie der La Biennale di Venezia (1988 & 2001), der Documenta in Kassel (1992 & 1997) und der Skulptur Projekte Münster (1997) sowie Einzelausstellungen in bekannten Institutionen wie dem Palacio de Velázquez/Museo Reina Sofía in Madrid (2012), dem Kunsthaus Graz (2013), dem Mudam Luxembourg und der Kestnergesellschaft in Hannover (beide 2014).

– A Fund for Contemporary Art – Schleifmühlgasse 1, A-1040 Vienna – office@phileasprojects.org