A Fund for Contemporary Art

EXHIBITION

Latifa Echakhch

Restart / Neubeginn

 

Lentos Kunstmuseum, Linz

13th March – 31st May, 2015

 

 

In the spring of 2015, an exhibition of new work by Latifa Echakhch was presented at the Lentos Kunstmuseum, Linz. It was the artist’s first solo exhibition in an Austrian institution. With the support of Phileas, two works were acquired for the museum’s permanent collection.

 

Echakhch chose three related series of works for the exhibition each dealing with notions of transformation, deconstruction and memory, themes that inform and define her broader œuvre. Wall texts that had become partially detached were shown alongside large-scale paintings with networks of tangled lines and objects from a theatrical set, placed on the ground facing the wall. Seen together, they could be read as fading memories of an individual self whose unfulfilled hopes have outlasted youthful simplicity, or the attempts to break free from an ascribed identity.

 

In her work, Echakhch calls into question the symbolic significance of objects. She experiments with that significance by bringing all sorts of national, cultural, (socio)political and personal influences to bear on the objects and by changing their context, resulting in a new freedom in thinking about them. Her own biography forms the backdrop for themes that concern us all.

 

Latifa Echakhch was born in Morocco in 1974 and now lives and works in Martigny, Switzerland. She was awarded the Prix Marcel Duchamp in 2013 and the Zurich Art Prize in 2015.

Im Frühjahr 2015 wurden neue Arbeiten der Künstlerin Latifa Echakhch im Lentos Kunstmuseum, Linz präsentiert. Es war die erste Einzelausstellung der Künstlerin in einer österreichischen Institution. Durch die Unterstützung von Phileas konnten zwei Arbeiten der Künstlerin für die Museumssammlung angekauft werden.

 

Für die Ausstellung wählte Echakhch drei in Beziehung stehende Werkserien aus, die sich mit den Themen Transformation, Dekonstruktion und Erinnerung befassen und das breitere Spektrum ihres Œuvres definieren. Teilweise wieder von der Wand gelöste Klebetexte wurden neben großformatigen, sich aus verworrenen Linien zusammengesetzten Gemälden und requisitenhaften Objekten gezeigt, die auf den Boden gestellt und mit der vermeintlichen Vorderseite zur Wand gelehnt wurden. Als Gesamtbild können sie als Elemente verblassender Erinnerungen gelesen werden; Erinnerungen einer einzelnen Person, deren unerfüllten Hoffnungen eine jugendliche Einfachheit überdauert haben. Ebenso können sie als Versuch sich von einer zugeschriebenen Identität lösen zu wollen verstanden werden.

 

In ihren Arbeiten hinterfragt Echakhch die symbolische Signifikanz von Objekten. Sie experimentiert mit dieser Bedeutung indem sie nationale, kulturelle, (sozial-)politische und persönlichen Einflüsse auf die Objekte überträgt und gleichzeitig durch den veränderten Kontext die Freiheit schafft, sich den vermeintlich bekannten Objekten neu anzunähern. Ihre eigene Biografie formt den Hintergrund von Themen, die uns alle beschäftigen.

 

Latifa Echakhck wurde 1974 in Marroko geboren und lebt und arbeitet heute in Martigny, Schweiz. Sie wurde 2013 mit dem Prix Marcel Duchamp und 2015 mit dem Zurich Art Prize ausgezeichnet.

– A Fund for Contemporary Art – Schleifmühlgasse 1, A-1040 Vienna – office@phileasprojects.org